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08.02.2014, 07:00 Uhr | Südkurier / Wolfgang Loert
Thorsten Freis „Jungfernrede“
Weg ist er. Er, der bis in den Sommer des vergangenen Jahres hinein allgegenwärtig war in der Stadt, der bei kaum einem markanten Anlass fehlte.
Und der dann Mitgefühl für so viel doch strapazierende Omnipräsenz mit dem frappierenden Kommentar in Erstaunen umbog, der Marathon mache ihm auch noch Freude – er war plötzlich ausgeblendet. Thorsten Frei, der so geschätzte Oberbürgermeister, hatte seine Routen und Ziele aus der Stadt in den ganzen Wahlkreis umgelenkt. Das große Ziel dieser Tournee schaffte er dann überzeugend: für die CDU zog der Ex-Rathauschef in den Bundestag ein. Vielfach präsent ist der dreifache Vater mit privatem Wohnsitz in der Stadt freilich noch immer. Aber eben in Berlin, in der ganzen Republik, in Stuttgart, im großen Wahlkreis.

Und Thorsten Frei wird seinen Aktionsradius bald noch einmal deutlich weiten. Denn einen der durchaus begehrten Plätze im Bundestagsausschuss für Auswärtige Angelegenheiten hat der Newcomer im Reichstag auf Anhieb geentert. Und die „Fach-Exotik“ für den Lokal- und Landespolitiker begründet: „Ich wollte mich mal in ganz andere Themen einarbeiten.“

Zum Fortgeschrittenen in dieser Erkundung und dem „unglaublich großen Lesepensum“ ist Frei inzwischen avanciert. So tief in die komplexe Materie ist er eingetaucht, dass Donaueschingens Ex-Schultes am kommenden Donnerstag im Reichstag für die CDU/CSU-Fraktion die offizielle Begründung vortragen wird dafür, das Einsatz-Mandat für die Bundeswehr in Afghanistan zu verlängern.

An maßgeblicher Stelle sekundiert er dabei der ebenfalls als Rednerin gesetzten Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen.

Gestern Nachmittag hat Thorsten Frei den Termin für seine „Jungfernrede“ im Bundestag auf Anfrage der SÜDKURIER-Redaktion bestätigt. Und damit gewiss für gute Einschaltquoten in seiner südbadischen Heimat gesorgt, wenn der Dokumentations-Kanal „Phönix“ am Donnerstag, 13. Februar, ab 11.15 Uhr die Bundestags-Debatte zum Afghanistan-Mandat überträgt oder Freis Jungfernrede danach auch auf seiner Homepage www.thorsten.frei.de läuft.